Rechtliches

Allgemeine Geschäfts­bedingungen

Auf einen Blick

Du schreibst mir eine Werkanfrage, ich antworte mit einem Angebot, mit deiner Bestätigung steht der Kauf. Gezahlt wird per Überweisung im Voraus, danach geht der Print in Produktion. Die Lieferung innerhalb Deutschlands ist im Preis enthalten und dauert zehn bis vierzehn Werktage. Bist du Verbraucher, kannst du den Kauf vierzehn Tage nach Erhalt widerrufen; was dabei gilt, steht in der Widerrufsbelehrung.

§ 1 Anbieter und Geltungsbereich

Diese Bedingungen gelten für den Erwerb der Werke, die in der Grauton Galerie auf fine.rayhen.art gezeigt werden. Anbieter und dein Vertragspartner ist:

Die Bedingungen gelten gegenüber Verbrauchern (§ 13 BGB) und gegenüber Unternehmern (§ 14 BGB). Wo etwas nur für eine der beiden Gruppen gilt, steht es ausdrücklich dabei.

Abweichende Bedingungen werden Vertragsinhalt, wenn ich ihnen in Textform zustimme.

§ 2 Die Werke

Gegenstand des Kaufs ist ein nummeriertes Exemplar einer Fotografie aus einer begrenzten Auflage. Auflagenhöhe, Nummer, Material, Maße und Preis stehen in der Angabe zum jeweiligen Werk in der Galerie. Diese Angabe ist Teil des Vertrags.

Jedes Exemplar kommt mit einem Echtheitszertifikat, das handschriftlich signiert ist. Das Zertifikat gehört zum Werk und wird mit ihm geliefert.

Die Prints werden von einem Fachlabor nach Auftrag hergestellt. Ein Fine-Art-Print ist ein handwerkliches Erzeugnis. Geringe Abweichungen im Zuschnitt, in der Oberfläche und in der Tonwertwiedergabe liegen in der Natur der Sache und sind kein Mangel, solange der Bildeindruck erhalten bleibt.

Die Darstellung am Bildschirm gibt Tonwerte und Kontrast nur annähernd wieder. Welche Farbtemperatur und Helligkeit dein Monitor hat, liegt außerhalb meines Einflussbereichs. Für eine Entscheidung vor dem Kauf zeige ich dir das Werk gern vor Ort in München.

Die Auflage ist begrenzt, und einzelne Nummern können reserviert oder verkauft sein. Ein Werk ist deshalb nur so lange erhältlich, wie ein Exemplar frei ist. Ist es beim Eingang deiner Anfrage schon fort, sage ich das und mache dir, wenn du möchtest, ein Angebot für ein anderes Werk.

§ 3 Vertragsschluss

Die Galerie ist eine Ausstellung, keine Bestellstrecke. Es gibt keinen Warenkorb und keine Online-Bestellung, und die Darstellung eines Werks ist kein bindendes Angebot.

Der Ablauf ist dieser:

Bist du Verbraucher, erhältst du vor deiner Bestätigung die Widerrufsbelehrung und das Muster-Widerrufsformular. Beides steht auch hier: Widerrufsbelehrung.

Den Vertragstext, diese Bedingungen und die Belehrung schicke ich dir mit der Auftragsbestätigung zu.

§ 4 Preis und Versandkosten

Der in der Galerie genannte Preis ist der Gesamtpreis einschließlich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Für eine Lieferung innerhalb Deutschlands ist der Versand darin enthalten; es kommt nichts hinzu.

Geht die Lieferung ins Ausland, weise ich Fracht, Versicherung und gegebenenfalls Zollformalitäten im Angebot gesondert aus, bevor du bestätigst. Einfuhrabgaben und Steuern des Bestimmungslandes trägt der Käufer; sie werden nicht von mir erhoben.

§ 5 Zahlung

Gezahlt wird per Überweisung im Voraus, auf das Konto in meiner Rechnung. Die Rechnung kommt mit der Auftragsbestätigung und ist innerhalb von sieben Tagen fällig.

Der Grund für die Vorkasse ist einfach: der Print wird erst nach deinem Kauf hergestellt und trägt deine Auflagennummer. Die Produktion beginnt mit dem Zahlungseingang.

Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugszinsen. Bleibt die Zahlung nach einer Erinnerung mit angemessener Frist aus, kann ich vom Vertrag zurücktreten und das Exemplar wieder freigeben.

§ 6 Lieferung und Lieferzeit

Das Fachlabor stellt den Print nach Zahlungseingang her und versendet ihn direkt an die von dir genannte Adresse. Die Lieferzeit beträgt zehn bis vierzehn Werktage ab Zahlungseingang. Verzögert sich etwas, sage ich es dir, sobald ich es weiß, und nenne einen neuen Termin.

Eine persönliche Übergabe in München ist nach Absprache möglich. Dann entfällt der Versand, und die Fristen der Widerrufsbelehrung laufen ab dem Tag der Übergabe.

Bist du Verbraucher, geht die Gefahr des Untergangs oder der Beschädigung erst auf dich über, wenn du das Werk in Besitz nimmst (§ 475 Abs. 2 BGB). Ein Transportschaden geht also zu meinen Lasten. Melde einen solchen Schaden bitte, sobald du ihn bemerkst, und bewahre die Verpackung auf, bis die Sache geklärt ist. Das ist keine Bedingung für deine Rechte, hilft aber bei der Abwicklung mit dem Spediteur.

Bist du Unternehmer, geht die Gefahr mit der Übergabe an den Spediteur auf dich über.

§ 7 Mängelhaftung

Für Mängel hafte ich nach den gesetzlichen Vorschriften. Gegenüber Verbrauchern gilt die gesetzliche Verjährung von zwei Jahren ab Übergabe. Gegenüber Unternehmern verjähren Mängelansprüche in einem Jahr ab Übergabe; davon ausgenommen sind Schäden an Leben, Körper und Gesundheit, Vorsatz, grobe Fahrlässigkeit und arglistig verschwiegene Mängel.

Die in § 2 genannten handwerklichen Eigenheiten eines Fine-Art-Prints und die Grenzen der Bildschirmdarstellung sind keine Mängel.

Im Übrigen hafte ich unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, bei der Übernahme einer Garantie und nach dem Produkthaftungsgesetz. Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer für den Vertragszweck wesentlichen Pflicht ist meine Haftung auf den vorhersehbaren, vertragstypisch eintretenden Schaden begrenzt.

§ 8 Widerrufsrecht für Verbraucher

Bist du Verbraucher und kommt der Vertrag ausschließlich über E-Mail, Telefon oder Videogespräch zustande, hast du ein Widerrufsrecht von vierzehn Tagen ab dem Tag, an dem du das Werk in Besitz nimmst. Der vollständige Wortlaut samt Muster-Widerrufsformular steht auf einer eigenen Seite: Widerrufsbelehrung.

Die unmittelbaren Kosten der Rücksendung trägst du. Ein Werk dieser Größe lässt sich nicht als Paket versenden; die Kosten einer versicherten Rücksendung innerhalb Deutschlands belaufen sich auf schätzungsweise 150 Euro. Auf Wunsch beauftrage ich die Spedition für dich und rechne die tatsächlichen Kosten ab, damit das Werk fachgerecht verpackt wird.

Für einen Wertverlust musst du nur aufkommen, wenn er auf einen Umgang mit dem Werk zurückgeht, der zur Prüfung nicht nötig war. Das Werk auspacken, ansehen und wieder einpacken ist Prüfung. Es aufhängen, bohren, beschneiden oder rahmen ist es nicht.

§ 9 Urheberrecht und was du erwirbst

Du erwirbst das Eigentum an einem Werkstück. Die Rechte am Bild selbst bleiben bei mir. Alle Fotografien unterliegen dem deutschen Urheberrecht; Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechts bedürfen meiner schriftlichen Zustimmung.

Was du mit dem erworbenen Exemplar tun darfst, ergibt sich aus dem Gesetz: Du darfst es besitzen, aufhängen, öffentlich ausstellen und weiterverkaufen. Du darfst es nicht reproduzieren, nicht digital vervielfältigen und nicht als Bildvorlage für eigene Produkte verwenden.

Eine Veröffentlichung von Aufnahmen des Werks in seiner Umgebung, etwa ein Foto der Wand in deinem Haus, ist mir willkommen. Für eine Abbildung des Werks als solches, etwa in einem Katalog oder auf einer Website, frag mich bitte kurz; ich stimme in der Regel zu und gebe dir die Angaben zu Titel, Nummer und Urheber mit.

Beim Weiterverkauf über einen Kunsthändler oder ein Auktionshaus kann das Folgerecht nach § 26 UrhG anfallen. Das ist eine Angelegenheit zwischen dem Händler und der Verwertungsgesellschaft und berührt den Kauf hier nicht.

§ 10 Verbraucherstreitbeilegung

Ich bin nicht verpflichtet und nicht bereit, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen. Bei einer Unstimmigkeit schreibe mir bitte zuerst direkt.

§ 11 Schlussbestimmungen

Es gilt deutsches Recht. Bist du Verbraucher, bleiben die zwingenden Verbraucherschutzvorschriften des Staates unberührt, in dem du deinen gewöhnlichen Aufenthalt hast.

Ist der Käufer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist München ausschließlicher Gerichtsstand.

Änderungen und Ergänzungen brauchen Textform. Ist eine Bestimmung dieser Bedingungen unwirksam, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam; an die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung (§ 306 BGB).